“Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“

Künstler:innen in der Krise. Rund 20 Monate ist es jetzt her, dass die Corona-Krise die gesamte Kunstbranche fest im Griff hat.

Von Max Mitterer

Max Mitterer hat Helmut Schuster, Impro-Theater-Schauspieler, Feldenkrais-Practitioner, Resonanz-Coach, Gründer des „Improvista Social Clubs“, des Wiener „Urtheaters“ und Mitbegründer des ersten Wiener Impro-Chores „EsperCanto“, getroffen und nachgefragt wie der vielseitige Künstler und Coach die Krise meistert:

Wie weit waren und sind Sie und andere Künstler:innen, die Sie kennen, von der Corona-Krise betroffen?

Schuster: So gut wie alle freischaffenden Künstler die ich kenne, waren zu 100% von der Krise betroffen. Coaching, Behandeln, Singen, Performen – so gut wie nichts war möglich. Es hat auch Menschen getroffen, die kurz zuvor den Schritt ins Freischaffende gewagt hatten. Sie wollten frei sein und arbeiten, wie sie möchten. Und dann kommt Corona! Viele bekamen keine Förderungen oder Hilfszahlungen.In Kurzfassung: eine Katastrophe!

Kennen Sie Künstler, die trotzdem, über andere Wege, gearbeitet haben bzw.  inwiefern spiegelt sich die Corona-Krise in deren Arbeiten oder Werken wider?

Schuster: Viele haben in ihrem Handeln improvisiert, Aufnahmen im Home-Studio, Online-Unterricht. Neue Projektformen sind entstanden. Sie haben improvisiert und so überlebt. Ich glaube, es wird überraschen, wie wenige ganz aufgegeben haben.

Wie stark hat Sie die Krise dazu animiert neue Werke zu schaffen, und inwiefern haben sich diese Werke, im Vergleich zu den vorherigen, verändert?

Schuster: Für mich steht jetzt erst einmal das Unterrichten im Vordergrund. Es bereitet mir große Freude, Menschen beizubringen, wie sie zu Autor:innen und Performer:innen ihrer eigenen Geschichte werden können.

Haben Sie eine persönliche Corona-Lebensweise, oder ein Motto, das Sie an die Menschen, die jetzt auf Grund der Krise vor dem Abgrund stehen, weitergeben wollen, um positiv nach vorne zu blicken?

Schuster: “ Am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.“

Zur Person: Helmut Schuster lebt und arbeitet im achten Bezirk. Mit dem improvisierten Stationen Theater für die Josefstadt Alle-8tung sorgte er für Aufsehen. Besucher:innen konnten das Bezirksmuseum aus ganz neuen Blickwinkeln und Perspektiven spielerisch kennenlernen.

Alle Kurse wie Schauspiel-Improkurse, Feldenkrais oder Vocal-Impro Kurse finden Sie hier:

helmutschuster.at

 


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