Der Achte von oben

Geht man durch den oberen Teil des Achten, den man nicht so oft erkundet, findet man neue Perspektiven – weniger Geschäfte und Auslagen, kaum Grün, jedoch Anfänge davon.

Von Andreas Ellenberger

Seit letztem Jahr wachsen die ersten Bäume in der Blindengasse – noch frisch, und doch zeigen sie auf, wie es sein kann. Auch der Bennoplatz mit dem Restaurant zeigt eine kleine Oase mit viel grün, um von den grauen Hauswänden zu entspannen. Für Stadtbegrünung als Neubeginn bieten die Straßen viel Potenzial – die Gebäude zählen ästhetisch nicht zu dem, was Wien als Stadt ausmacht. Schmucklose Betonwände, dazu Straßen mit vielen Parkplätzen und wenig Schanigärten laden nicht zum Verweilen ein. Im Sommer zu heiß, im Herbst und Winter mit wenig Abwechslung. Durchzogen von den Querstraßen – Floriani- und Laudongasse, vor allem der Josefstädter Straße, die ein buntes Leben bieten, sind Stolzenthaler, Blinden- und Bennogasse eher Wege, die man nicht so gern sieht.

Wie können wir diese Gassen beleben? Wollen wir das überhaupt? Ein erster Schritt ist die Begrünung von Fassaden – doch wie überzeugen wir die Eigentümer und Hausverwalter, die Möglichkeiten der Begrünung zu nutzen? Seit 2019 läuft das Projekt BeRTA, eine Förderung der Stadt Wien für grüne Fassaden. Vor 2 Jahren gab es in der Frommen Helene dazu eine Veranstaltung, in der wir einiges über die Möglichkeiten lernten – viel passiert ist noch nicht. Informationen und unterschiedliche Lösungsansätze liegen vor. Die Agenda Josefstadt unterstützt Aktivitäten zur Begrünung und stellt Informationen zur Verfügung – das ist ein guter erster Anknüpfungspunkt für mehr Grün, wenn man durch die Straßen geht.


Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien – ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.

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