Eine Bartour durch die Josefstadt

Je nach Stimmung, Geschmack oder Wetter findet man in der Josefstadt den idealen Ort, um den Feierabend zu genießen, das Wochenende einzuläuten oder Lebensereignisse zu bejubeln.

Wir haben für unsere Leser:innen die besten Bars zusammengefasst und empfehlen: einfach alle durchprobieren!

Das „Albert“, ein Lokal von Koch Mario Bernatovic, nennt sich gerne „Neighbourhood-Restaurant“. Benannt nach seinem Standort in der Albertgasse 39 wurde es erst letztes Jahr aufgrund eines Wasserschadens renoviert. Ein großes Asset ist nun der überdachte Schanigarten. Das Albert besticht mit kulinarischer Raffinesse. Ob eingelegter Muskatkürbis mit Ziegenfrischkäse, schwarzer Nuss und Radicchio, Beef Tatar mit Jalapeñomayo, Dottercreme und Kresse oder Crispy Oktopus-Poppers mit Speckerbsen und schwarzer Tintenmayo: Die Kreationen sind außergewöhnlich. Neben Speisen gibt es im Albert auch veganen Wein und Cocktails aller Art sowie wechselnde Drinks des Monats. Im Falstaff Barguide 2023 wurde das Lokal in der Kategorie Weinbar übrigens mit zwei Gläsern ausgezeichnet.

Die Cocktailbar „Grande“ in der Josefstädter Straße 56 gehört zur Josefstadt wie der Gin zum Tonic. Happy Hour ist von Montag bis Samstag von 17 bis 19 Uhr. Zu diesen Zeiten kann man sich günstiger durch die 350 Cocktails probieren, die es in der Bar gibt. Wer sich von der großen Auswahl überfordert fühlt: Keine Sorge, wir haben nach den beliebtesten Drinks der Gäste gefragt. „Neben Klassikern wie Mojito, Caipirinha, Moscow Mule, Negroni, Espresso Martini und Piña Colada werden bei uns sehr gerne die Eigenkreationen Basil Blueberry Smash und Koriander Brumble getrunken. Unsere fassgereiften Cocktails sind ebenfalls sehr beliebt. Dazu zählen Negroni Sbagliato, Don the Beachcomber Mai Tai, Blood and Sand und Falernum Grove Fizz“, sagt Sebastian Latin.

Die „Tür 7“ in der Buchfeldgasse 7 hatte schon immer eine ominöse Aura. Der Eingang ist unauffällig, die schwarze Tür kann leicht übersehen werden. Drinnen herrscht gemütliche Wohnzimmer-Atmosphäre. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2015 zählt die „Tür 7“ zu den beliebtesten Bars in Wien und ist für ihre Spezialanfertigungen bekannt, die ihr seitens des „Falstaff“ die Bezeichnung „flüssige Wunschmaschine“ eingetragen haben. Der Falstaff Barguide 2023 kürte die „Tür 7“ zur „besten American Bar“.

Die „Sip Song Bar“, die neue Bar des Thai-Lokals Mamamon, bietet ihren Gästen Naturweine, Cocktails mit dem traditionellen Likör Yadong und thailändisches Streetfood wie Hummerchips aus Lachsforelle und Beef Thaitar. Die Einrichtung der Bar in der Lerchenfelder Straße 104 ist außergewöhnlich; Gäste sitzen auf einer Parkbank mit Blick auf eine kleine Badewanne, an der Decke und den Wänden hängen auffällige Deko-Elemente und Bilder. Der schlauchähnliche Raum ist in einer knallroten Farbe gestrichen.

Ein weiterer Neuzugang in der Barszene der Josefstadt ist „The Lark“ (Die Lerche) in der Lerchenfelder Straße 88–90. Die Cocktailbar, die sich auch innenarchitektonisch an ihrem gefiederten Vorbild orientiert (auf die Wand hinter der Bar wurden große Vögel gemalt), serviert moderne anatolische Küche. Die Fleischgerichte werden auf einem Lavagrill zubereitet, der für den typisch mediterranen Geschmack sorgt. Neben Cocktailkreationen wie „Lark Mule“ oder „Apple Pie Mint Julep“ gibt es eine Auswahl an Gins. Apropos Gin: Das „Torberg“ in der Strozzigasse 47 bietet Besucher:innen das größte Gin-Sortiment in Wien. Über 600 verschiedene Sorten können probiert werden. Und es werden stetig mehr: „Wir erweitern unser Sortiment jede Woche um mindestens einen Premium Gin, hochwertigen Rum und exquisiten Single Malt Whisky“, heißt es stolz auf der Website. In diesem Sinne: Prost!

Polkadot

Die Bar Polkadot hat alles, was eine Studierendenbar braucht: Tischfußball, eine Spieleecke und eine wechselnde Auswahl an Bieren. Fußball begeisterte können sich freuen: Es gibt vier Fernseher und die Spiele der österreichischen Nationalmannschaft werden übertragen. Es gibt monatlich Live-Musik und eine englische Comedy-Open-Mic-Veranstaltung. Der Schanigarten ist bis weit in den Herbst hinein geöffnet.
▶ Bar Polkadot. 8., Albertgasse 12. www.polkadot.at

Debakel

Das Debakel ist für viele Studierende ein Stammlokal, „das immer geht“. Es gibt Bier vom Fass, Weine und Schnäpse aus eigener Produktion. Tischfußball ist jeden Mittwoch gratis, eine Auswahl an Würfel und Kartenspielen und ein Beamer für Sportübertragungen sorgen für Unterhaltung. Außerdem finden Pub-Quizze statt, bei denen Teilnehmer:innen ihr Wissen testen können.
▶ Debakel. 8., Skodagasse 21

ein halb eingefülltes weißbierglas unter dem zapfhahn gehalten

Miles Smiles

Das gemütliche Jazz-und-Blues-Café Miles Smiles bietet seit mehreren Jahrzehnten einen Treffpunkt für Jazzliebhaber. Niedrige Decken und Balken sowie Kerzenlicht schaffen eine heimelige Atmosphäre – ideal, um Livemusik zu genießen. Die Preise sind erschwinglich, es gibt eine kleine Karte, vor allem das Bier vom Fass ist empfehlenswert.
▶ Café Miles Smiles. 8., Lange Gasse 51. www.miles-smiles.at

Café Benno

„Essen, Trinken, Spielen“ ist das Motto des Café Benno. Auf der Website gibt es eine Spielothek, die alle Spiele auflistet, die das Benno zu bieten hat. Man schnappt sich am besten ein paar Freund:innen, um möglichst viele lustige Spiele ausprobieren zu können. Das Café Benno ist abends meistens voll, es lohnt sich also zu reservieren.
▶ Café Benno. 8., Alser Straße 67. www.cafebenno.at


Ausgabe 04/2022