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Wer hätte gedacht, dass mitten in der Josefstadt wunderbare Berge, Blumenwiesen und Seen entstehen? Die Natur und ihre Schönheit gehören zu den bevorzugten Themen von Herbert Brandl. Bis 24. Mai widmet das belvedere21 seinem Œuvre eine große Schau: „Herbert Brandl. Exposed to Painting – Die letzten zwanzig Jahre“.

Seit zwei Jahrzehnten lebt und arbeitet Herbert Brandl neben Schwanberg (Steiermark) auch im Achten. Auf die Frage, was für ihn die Josefstadt ausmacht, meint er: „Die Freunde und mein schönes Atelier halten mich hier.“

Herbert Brandl gehört zu den prominentesten zeitgenössischen Künstlern Österreichs, seine Bilder hängen unter anderem in der Albertina, im Pariser Centre Pompidou, in der Kunsthalle Zürich und im Museo Reina Sofia in Madrid.

Der für seine großformatigen Landschaftsbilder bekannte Maler setzt sich mit den Umweltproblemen des 21. Jahrhunderts bewusst auseinander und tritt auch als engagierter Umweltschützer auf.

Sein künstlerisches Interesse an der Natur erhält eine konkrete politische Dimension, wenn er durch die Wahl seiner Motive auf bedrohte Naturräume wie die Schwarze Sulm oder die Koralpe in der Steiermark verweist. Beiden Landschaften hat Herbert Brandl zahlreiche Werke gewidmet.

älterer herr mit kahlem kopf

Herbert Brandl, Foto: David Payr, © Belvedere, Wien

Herbert Brandl wurde 1959 in Graz geboren und studierte bei Herbert Tasquil und Peter Weibel an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. International ist er durch die Teilnahme an bedeutenden Ausstellungen wie der documenta IX in Kassel 1992 und der Biennale di Venezia 2007 bekannt. Von 2004 bis 2019 lehrte Brandl als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit über 20 Jahren lebt und arbeitet er in der Josefstadt.

▶ belvedere21. 1030 Wien, Arsenalstraße 1. www.belvedere.at

So+Fei 16h: Überblicksführungen
23/04/2020, 19h: Herbert Brandl „Kunst und Obsession“ von Ines Mitterer 14/05/2020, 18h: Fokusführung „Berge mit dem Pinsel erklimmen“ mit dem Ausstellungskurator Rolf H. Johannsen