Lebenshungrig

Wiens coolstes Café sperrt auf. Anfang August wird das ehrwürdige Café Bellaria in neuer, alter Kaffeehaustradition wiedereröffnet.

Bei den beiden Szenegastronomen David Figar und Rubin Okotie, den neuen Betreibern des traditionsreichen Café Bellaria,  heißt es nun „Back to the roots“. Mit ebenso viel Verve wie Feingefühl führen sie das 1870 gegründete (Fast-)Ringstraßencafé in eine neue Ära. Die ursprüngliche Kaffeehaustradition mit ganztägig warmer Küche und einer großen Bar wird neu interpretiert und aktualisiert – so stehen Wiener Schmankerl ebenso auf der vielfältigen Speisekarte wie Besonderes aus aller Welt. Über allem steht aber immer die Qualität der Produkte.

Fotos von verschiedenen Gerichten: Foto1: gebratener Fisch, Foto2: belegtes Brot mit Schinken, Ei und Mayonaise, Foto3: Grüner Spargel mit Schinken und Petersilienkartoffel, Foto4: Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat

Sowohl Figar als auch Okotie betreiben höchst beliebte, trendige Lokale: Das Figar im 7. Bezirk und das Plain Vienna im 9. punkten beide mit erfrischenden Konzepten. Nun wollen die zwei Gastronomen das Beste aus beiden Welten vereinen: mit einem All-day-Concept mit internationaler Fusionsküche – und das ab 7.30 Uhr Früh. Bei Figars berühmten Frühstücken und Burgern wird ebenso Anleihe genommen wie beim bekannten veganen Soul-Food von Plain Vienna. Gearbeitet wird ausschließlich mit besten, hochwertigen Naturprodukten von regionalen Lieferanten, etwa Thum-Schinken, Naber-Kaffee oder Schönbichler-Tees – und das klassische Ottakringer Bier darf natürlich auch nicht fehlen. 

 

Lichtinstallation in einer leeren Kirche

©VictoriaCoeln_BildrechtWien2021

„Das Wiener Kaffeehaus hat für mich als Wienerin eine ganz besondere Bedeutung, auch als Weltkulturerbe. Im Bellaria faszinierte mich der leere Raum mit all den alten Spuren und den freigelegten ‚Eingeweiden‘. Wann bekommt man schon die Möglichkeit, gleichzeitig in die Vergangenheit und in die Zukunft zu sehen … Ich bin schon sehr gespannt, wie David Figar und Rubin Okotie Tradition und Moderne verknüpfen werden.“ (Victoria Coeln)

Neuer Blickfang ist die im klassischen Ambiente des Eck-Cafés modern inszenierte lange Bar. Dort wird für Lebenshungrige immer ein Platz frei sein – feinste Cocktails, traditionelle Longdrinks und prickelnde Sommergetränke werden von echten Könnern zubereitet und lassen sich ab dem Nachmittag sogar bei Live-DJ-Musik genießen. 

Ihren Gästen Genuss vom Feinsten zu bieten – auch und gerade in Zeiten wie diesen – und dazu neue gastronomische Konzepte und Ideen zu entwickeln, ist die Motivation der beiden Neo-Cafétiers. Diese Möglichkeit haben sie in den ehrwürdigen Gemäuern des Café Bellaria gesehen und mit dieser Vision konnten sie sich auch gegen übermächtige, finanzstärkere Mitbewerber durchsetzen.

Nun gilt es auch die Lebenshungrigen und Junggebliebenen zu überzeugen und einen neuen Treffpunkt in lässiger, angenehmer Atmosphäre zu erschaffen. Was sich im Sommer wohl noch leichter erreichen lässt, besitzt das Bellaria doch auch einen großen Schanigarten mit Blick auf das Naturhistorische Museum. Begleitet von einer abwechslungsreichen Speisekarte mit tages- und wochenaktuellen Menüs lässt sich dort einfach alles genießen – vom traditionellen kühlen Bier bis zum erfrischenden Cocktail.

Anfang August soll Wiens Bürgermeister Ludwig nun das Eröffnungsband durchschneiden, damit das neue, alte Bellaria endlich seine Gäste begrüßen kann.

▶ Café Bellaria. 1., Bellariastraße 6. Mo–Mi 7.30–24h, Do–So 7.30–02h. instagram.com/café-bellaria