Das Lymphödem – eine häufige, oft unerkannte Krankheit

Wir haben den Präsidenten der Österreichichschen Lymph-Liga, Univ.-Prof. Dr. Richard Crevenna, Vorstand der Universitätsklinik für Physikalische Medizin, Rehabilitation und Arbeitsmedizin am AKH Wien, zu einem kurzen Gespräch gebeten. Schätzungen zufolge leiden 150.000 Menschen in Österreich an einem Lymphödem. Diese häufige chronische Krankheit wird leider zu oft nicht richtig diagnostiziert.

Was ist die Österreichische Lymph-Liga eigentlich?

Die Österreichische Lymph-Liga ist eine Interessensvereinigung von Ärzt:innen, Therapeut:innen, Bandagist:innen und Patient:innen.

Was sind die wesentlichen Ziele der ÖLL?

Das ständige Schaffen von Bewusstsein für das Thema Lymphödem durch Veranstaltungen und Treffen vor allem für Betroffene und ihre Angehörigen. Auch regelmäßige praktische Fortbildungsveranstaltungen für alle beteiligten Berufsgruppen sowie eine gute und breite interdisziplinäre und multiprofessionelle Vernetzung – das ist das Um und Auf. Wichtig dabei ist es, auch die verantwortlichen Entscheidungsträger:innen optimal zu informieren und letztlich ins Boot zu holen.

„Auch bei den Patient:innen muss ein Bewusstsein geschaffen werden, um das Selbstmanagement zu optimieren. Es gilt aufzuklären und das macht die Lymph-Liga. Ich möchte die Wichtigkeit möglichst großer Selbstbestimmtheit, Unabhängigkeit und Teilhabe von Patientinnen und Patienten mit Lymphödem einmal mehr betonen. Dies gilt es zu erreichen“, so Prof. Crevenna.

www.lymphliga.at