Rettet die Buckow-Orgel

Neuigkeiten zum Orgelprojekt „Rettet die Buckow-Orgel“ in der Piaristenkirche Maria Treu

Von Johann Hacker & Markus Semelliker für den Orgelbauverein

Die Buckow-Orgel in der Piaristenbasilika Maria Treu zählt seit ihrer Fertigstellung und Weihe im Jahr 1858 zu einem der wichtigsten historischen Klangdenkmäler Wiens. Bedeutende Organisten und Komponisten stellten sich ein, um an diesem Instrument zu spielen (Anton Bruckner, Franz Liszt, Paul Hindemith, Max Reger u.v.a.). Im Laufe der 164 Jahre hat der Zahn der Zeit an diesem Instrument genagt und eine umfassende Restaurierung ist notwendig geworden. Ziel dieser wird es sein, die klanglich und spieltechnisch störenden Änderungen aus dem Jahr 1896 rückgängig zu machen und so den Urzustand des Instruments wiederherzustellen.

Der Orgelverein „Rettet die Buckow-Orgel der Piaristenbasilika Maria Treu“ hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Seit einigen Jahren veranstaltet der Verein Benefizkonzerte oder betreibt in der Adventzeit den schon zur Tradition gewordenen Punschstand auf dem Platz vor der Kirche.

Pandemiebedingt konnten wir seit 2019 keine Benefizveranstaltungen mehr durchführen und auch der Punschstand konnte nicht stattfinden. Dadurch hatten wir keine größeren Einnahmen, sind aber trotzdem sehr stolz auf unsere Pfarrgemeinde, alle Förderer und Unterstützer, dass wir zusammen bisher einen ansehnlichen Betrag von € 236.544,88 für die Restaurierung der Orgel sammeln konnten. Ein aufrichtiges Vergelt´s Gott für Ihre phänomenale Unterstützung in den letzten Jahren.

In der pandemiebedingten Pause sind wir im Orgelbauverein aber nicht untätig geblieben. Wir haben die Orgelbauer-Szene und vor allem die der Restaurierungen genau beobachtet und zur Vertiefung der Erfahrungen viele prüfende Kontakte gepflegt. Die ausführlichen Projektbeschreibungen und die damit verbundenen Kostenvoranschläge von renommierten Orgelbaumeistern, die auf Referenzen von Arbeiten an stilistisch vergleichbaren Orgeln mit vergleichbaren Problemstellungen verweisen können, wurden von uns ausführlich diskutiert und geprüft. Dies erfolgte in Abstimmung mit der Abteilung für Spezialmaterien des Bundesdenkmalamts.

Detailansicht Kirchenorgel: der Spieltisch

© Foto Wilke

Im Frühjahr 2022 hat der Orgelbauverein in einer Vorstandssitzung die grundlegenden Weichen für den Eintritt in weitere Gespräche mit den Orgelbaufirmen gestellt. So wurden in dieser Sitzung Herr Prof. Dr. Otto Biba und unser Organist Markus Semelliker bevollmächtigt, gemeinsam mit dem zuständigen Abteilungsleiter im Bundesdenkmalamt die Orgelbauwerkstätten zu besuchen und mit den dort Verantwortlichen der Restaurierungsabteilungen weiterführende und klärende Gespräche zu noch offenen Fragen zu führen. Die Ergebnisse werden abschließend in uneingeschränkter Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt diskutiert, sodass die Entscheidung zur Auftragsvergabe getroffen werden kann und wir in Richtung Vertragsabschluss kommen.

Ebenso werden in den kommenden Monaten die begleitenden Arbeiten (Sanierung der Kuppel und des Deckenfreskos oberhalb der Chorempore, Entstaubung der Kirche, Elektrikerarbeiten zur Beleuchtung der Empore und des Spieltisches, Maurerarbeiten und Malerarbeiten auf der Empore) zum Orgelprojekt ebenfalls finalisiert, sodass diese bei Beginn der Orgelrestaurierung parallel starten können.

Sobald das Projekt vom Bundesdenkmalamt offiziell finalisiert und bewilligt ist, wird es auch die Möglichkeit geben, dass Ihre Spende steuerlich absetzbar ist. Wir informieren Sie zeitgerecht über diesen Schritt.

So sind wir zuversichtlich, dass es in den kommenden Monaten, sofern uns die Auswirkungen der Pandemie nicht wieder zu sehr einschränken, zu einem Vertragsabschluss und zum Start des Projekts kommen wird. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin!


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